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Dirndlkleider

Vom Gesindegewand zum Gesellschaftskleid: Das Dirndl

Als das Dirndl als derbe bäuerliche Arbeitskluft das Licht der Welt erblickte, hätte sich sicher niemand träumen lassen, dass sich diese schlichte Gesinde-Uniform dermaleinst zur gefeierten kultischen Modeinstitution entwickeln würde.


Inzwischen hat das Dirndlkleid die Kuhställe längst verlassen und sich einen unangefochtenen Platz in den ewig trendigen Top Ten gesichert. Und es sind nicht nur die populären weiblichen Größen der Volksmusik, die im Dirndlkleid eine phantastische Figur machen. Denn ein Dirndl steht jeder Frau perfekt zu Gesicht, die sich prinzipiell in Trachtenkleidern gut und wohl fühlt.

Drei Dinge braucht das Dirndlkleid

Die textile Trias beim Dirndl bestand und besteht aus Rock, Schnürmieder und Schürze. Sobald diese drei Komponenten vorhanden sind, darf von einem Dirndlkleid gesprochen werden. Auch, wenn beim heutigen frisch frech anarchischen Dirndldesign Farb- und Stofforgien gerne mal fröhliche Urstände feiern dürfen. Doch ganz egal, in welcher trendigen Optik und auf welcher Modeströmung das Dirndl daherkommt - es war und ist der zu Stoff gewordene Inbegriff femininer Verführungskünste. Vor allem in Süddeutschland und Österreich, aber zunehmend auch im Rest der angesagten Modewelt.

Brust hoch, Bauch rein

Es liegt in der Natur des Dirndlkleides, dass es die weiblichen Konturen auf das attraktivste und üppigste herausarbeitet. Das Schnürmieder mit dem großzügigen Ausschnitt sorgt zuverlässig dafür, dass die Büste in jeder Hinsicht ins rechte Licht gerückt wird, während die Taille ein paar Zentimeter an Umfang verliert. Unter dem bauschigen Rock verschwinden dann völlig zwanglos, sofern vorhanden, die lästigen Problemzonen wie Reiterhosen und Konsorten. Und nur noch die zünftig bestrumpften Beine blitzen munter unter dem meist knielangen Rock hervor. Klar, dass so viel kurvige Weiblichkeit voll im Modetrend liegt.

Geheime Botschaften

Wer beim Dirndl genauer hinschaut (und welches Mannbild würde das nicht?), der entdeckt kleine, aber feine Unterschiede bei der Auswahl der Schürzen und der Anordnung des Knotens. An diesen Geheimzeichen erkennt man(n), ob die Dame noch Jungfrau ist oder ob sie schon vergeben oder noch zu haben ist. Achtung: Bei diesem Code ist weibliches Schummeln nicht erlaubt.




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